Bremer Fotomarathon

Am gestrigen Samstag war ich das erste Mal bei einem Fotomarathon dabei. Der Fotomarathon Bremen startete bei der Schaulust am Bahnhof. Dort gab es die erste Karte mit drei Motiven, die fotografisch umgesetzt werden mussten. Insgesamt mussten neun Fotos in neun Stunden gemacht werden.

Ein paar Tage vorher hatte ich mir überlegt, was alles in den Fotorucksack soll. Ich habe mich für eine 35mm Festbrennweite, einem 70-200mm Zoom, meine 70D, Stativ, sowie Blitz mit Funkauslösern entschieden. Beim Blitz war ich erst unsicher, schon schnell stellte sich heraus, dass das eine gute Idee war.

Beim ersten Foto musste die Startnummer in das Bild integriert werden. Die Aufgabe lautete „Abgefahren“. Ich fuhr mit dem Rad zur Schlachte und wollte dort eigentlich einen leeren Anleger fotografieren. Doch die Idee hatten schon mehrere der insgesamt 232 Teilnehmer.
So beschloss ich, über den Kajenmarkt zu schlendern. Dort entdeckte ich einen Spielzeugsandkipper und die erste Idee für das Foto war geboren:

Abgefahren

Da das Licht nicht so schön war, habe ich mit dem Blitz ein wenig von der Seite aufgehellt, wie man auf diesem Maning Of-Bild gut sehen kann:

Making Of

Mit der zweiten Aufgabe hatte ich so meine Schwierigkeiten: Aufgetakelt. Ich ahnte, dass viele zur Alexander von Humboldt fahren würden, also musste es etwas Anderes sein. Im Viertel fotografierte ich diese aufgetakelte Puppe:

Aufgetakelt

Für „Überschäumend“ ging es in die Innenstadt. Dort zeigt der Gezeitenbrunnen den Wasserstand der Weser in Bremerhaven, Bremen und Brake. Auch hier kam wieder der entfesselte Blitz zum Einsatz, um noch ein bisschen mehr Reflexionen zu erzeugen.

Überschäumend

Weiter ging es zur ersten Zwischenstation in der Botanika. Dort gab es die nächsten drei Aufgaben. Viele fuhren im Anschluss zu einem Supermarkt, um dort ein paar Requisiten einzukaufen, so auch ich.
Für „Speckgürtel“ kaufte ich Speck und fand durch Zufall ein Verkehrsschild:

Speckgürtel

Viel Spaß machte die Umsetzung der Aufgabe „Stadtpflanze“. Ich hoffte ein Haus zu finden, das komplett mit Efeu oder etwas Ähnlichem zugewachsen ist. Leider erfolglos. Also stoppte ich in Findorff, um ein Foto aus der Kombination Stadt und Pflanze zu machen. Auch hier blitzte ich wieder von der Seite, um dem Bild mehr Dynamik zu geben:

Stadtpflanze

Bei diesem Motiv sind viele gute Bilder entstanden, die ich hier später veröffentlichen werde.

Ich lag sehr gut in der Zeit, anders als bei den ersten drei Aufgaben. Für „Landei“ fuhr ich in die Überseestadt. Das Ei platzierte ich auf einer Bank, im Hintergrund der Landmark-Tower. Mal sehen, ob die Jury das genauso kreativ findet wie ich 🙂

Landei

Im Marmorsaal beim Lloyd-Café gab es einen Kaffee und die nächsten Aufgaben.

Wer ab und an durch die Humboldtstraße fährt, hat sicherlich schon einmal dieses Haus gesehen. Meine Umsetzung von „Heißes Pflaster“:

Heißes Pflaster

Kinder und Tiere gehen ja immer. Ein Tier war nicht verfügbar, also musste meine Tochter herhalten, die es super fand, immer wieder hoch in die Luft geworfen und dann im „Freien Fall“ fotografiert zu werden.

Freier Fall

Vermutlich wurden zwei Motive für „Gute Stube“ am häufigsten fotografiert: Der Marktplatz mit Rathaus und das Wohnzimmer im Viertel. Ich entschied mich für das letztere:

Gute Stube

Zum Schluss ging es an die Bildauswahl. Auf der abzugebenden Speicherkarte durften nur neun Bilder sein, also mussten viele gelöscht werden. Um 19:30h war ich im Noon beim Goethe-Theater, wo die Karte ausgelesen wurde.

Es war ein toller Tag, die Organisation war super und es hat alles gut geklappt. Ich war froh, mit dem Rad unterwegs gewesen zu sein, denn gerade mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln waren die Zwischenstationen nicht so einfach zu erreichen. Beim Fotomarathon 2016 bin ich gerne wieder dabei!

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